Angebote für Betroffene

Es gibt nicht die eine Antwort auf die Linderung eines subjektiven Leidens. Denn Einsamkeit ist so vielseitig, wie die Menschen die sie verspüren, die Ursachen die sie ausmachen und die individuellen Biografien die sie formen. Daher sind auch die Angebote für Betroffene vielfältig. Sie finden hier eine Übersicht über einige überregionale und bundesweite Angebote und Programme. Die Liste wird im Laufe der Arbeit des KNE erweitert.

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HILFS- UND BERATUNGSANGEBOTE

Entsprechend der Vielfalt an Ursachen für Einsamkeit und den Bedarfen der Betroffenen entwickeln wir an dieser Stelle fortlaufend eine Liste mit Kontakt- und Hilfeangeboten, um Menschen, die sich einsam fühlen, erste Anlaufstellen anzubieten.

Eine Auswahl von Projekten finden Sie hier:

Silbernetz e.V.

Am Silbertelefon finden Menschen ab 60 Jahren täglich von 8-22 Uhr unter 0800 4 70 80 90 ein offenes Ohr – ohne Krise oder konkretes Problem. Anonym, vertraulich, kostenfrei!

Für einen tiefergehenden telefonischen Kontakt gibt es die Silbernetz-Freundschaft: interessierte Senior*innen werden mit Ehrenamtlichen vernetzt, die dann einmal pro Woche für ein persönliches Telefongespräch anrufen.

Mit der Silberinfo stellt Silbernetz den Anrufenden am Silbertelefon deutschlandweit Kontaktinformationen zu Angeboten der Altenhilfe zur Verfügung. Mehr unter: www.silbernetz.de

Nummer gegen Kummer

Die „Nummer gegen Kummer“ berät sowohl Kinder und Jugendliche als auch Eltern – am Telefon und online. Telefon für Kinder und Jugendliche: 116 111 Telefon für Eltern: 0800 1110 550   www.nummergegenkummer.de

TelefonSeelsorge Deutschland e.V.

Die TelefonSeelsorge Deutschland e.V. ist für jeden da. Sie bietet allen Ratsuchenden bei Problemen und Krisen in jeder Lebensphase ein offenes Ohr. Per Telefon 0800 / 111 0 111 , 0800 / 111 0 222 oder 116 123 per Mail und Chat unter online.telefonseelsorge.de
Das Angebot ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar

Psychologische Beratung der Studierendenwerke

Viele Studierendenwerke bieten Ratsuchenden und Einsamkeit empfindenden Studierenden psychologische Beratungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene. Der Dachverband der Studierendenwerke bietet unter folgendem Link eine Suchfunktion für Beratungsangebote in 46 Städten: https://www.studentenwerke.de/de/ansprechpersonen-psb

krisenchat

krisenchat.de bietet kostenfreie Beratung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren via Chat an. Das Angebot ist 24/7 über WhatsApp und SMS, ohne Anmeldung und Registrierung erreichbar und wird von ehrenamtlichen Fachkräften aus dem psychosozialen Bereich durchgeführt.
Dabei richtet sich das krisenchat-Angebot an alle, die nicht wissen an wen sie sich wenden sollen, bisher keine Hilfe gesucht haben und sich noch nie mit ihren Ängsten, Problemen und Sorgen an jemanden gewandt haben.
krisenchat berät auch auf Ukrainisch und Russisch.

[U25]

[U25] ist ein niedrigschwelliges, kostenfreies Online-Hilfsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren in (suizidalen) Lebenskrisen. Die Beratung erfolgt ausschließlich anonym per Mail im Caritas-Beratungssystem durch ehrenamtliche Gleichaltrige (Peerberater*innen), die die Ratsuchenden durch ihre Krisen begleiten. Unterstützt werden die Ehrenamtlichen durch pädagogische Fachkräfte.
Mehr dazu auf: www.u25-deutschland.de

PROGRAMME GEGEN EINSAMKEIT

Im Frühjahr 2022 nahm das Kompetenznetz seine Arbeit gegen Einsamkeit auf, bestehende Projekte zu vernetzen und Strategien zu systematisieren. Viele Programme arbeiten jedoch bereits seit Jahren zum Thema. Hier finden Sie ausgewählte Programme, die vom BMFSFJ gefördert werden:

Mehrgenerationenhäuser

Mehrgenerationenhäuser sind Begegnungsorte, an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird. Sie bieten Raum für gemeinsame Aktivitäten und schaffen ein nachbarschaftliches Füreinander in der Kommune. Mehrgenerationenhäuser stehen allen Menschen offen – unabhängig von Alter oder Herkunft. Jede*r ist willkommen. Als Begegnungsorte fördern sie das nachbarschaftliche Miteinander und tragen zur Attraktivität der Kommunen bei. Unter diesem Link finden Sie eine Karte mit den aktuellen Standorten.

Stärkung der Teilhabe Älterer – Wege aus der Einsamkeit und sozialen Isolation im Alter

Mit dem ESF-Bundesmodellprogramm „Stärkung der Teilhabe Älterer – Wege aus der Einsamkeit und sozialen Isolation im Alter“ sollen erstmals auch mit EU-Fördermitteln die soziale Teilhabe älterer Menschen ab 60 Jahren sowie deren finanzielle Absicherung im Alter gestärkt werden. Das Programm richtet sich vorrangig an ältere Beschäftigte, die vom Ausschluss aus dem Arbeitsmarkt und in dessen Folge von gesellschaftlicher Isolation bedroht oder betroffen sind. Langfristiges Ziel ist unter anderem die Verbesserung der Einkommens- und Lebenssituation älterer Beschäftigter sowohl während der aktiven Berufstätigkeit als auch in der nachberuflichen Phase. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.

Miteinander-Füreinander: Kontakt und Gemeinschaft im Alter

Im Rahmen des Projekts Miteinander-Füreinander der Malteser werden von Juli 2020 bis Ende 2024 insgesamt 112 Standorte in ganz Deutschland gefördert. Um möglichst viele von Einsamkeit im Alter bedrohte Menschen zu erreichen, werden neue Zugangswege zu den Zielgruppen eröffnet und zusätzliche Angebote gemacht. Dazu gehören Unterstützungs- und Begleitungsdienste sowie Engagementmöglichkeiten für alte und hochaltrige Menschen. Eine Übersicht der Standorte finden Sie auf der Projektseite.

PROJEKTE, DIE VERBINDEN

Freunde alter Menschen e.V.

Freunde alter Menschen e.V. ist eine Freiwilligen-Organisation mit internationaler Ausrichtung. Weltweit engagieren sich Freiwillige und Mitarbeiter*innen gemeinsam gegen die Vereinsamung von alten Menschen. Der Verein konzentriert sich auf Menschen im hohen Alter, die häufig nicht mehr mobil und fit sind. Zentraler Bestandteil des Engagements sind dabei die Besuchspartnerschaften. Freunde alter Menschen vermitteln Besuchspartnerschaften in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt am Main und München.

Retla e.V.

Der Verein Retla e.V.  (»Alter« rückwärts gelesen), mit Sitz in München, verbindet Akteur*innen, bündelt Maßnahmen und bringt neue Initiativen auf den Weg, um die Teilhabe älterer Menschen an der Gesellschaft zu ermöglichen.
Mit der Telefonengel-Initiative konnten seit 2020 bis heute über 1000 freiwillige Telefonhelfer*innen für über 700 Pat*innenschaften vermittelt werden, um trotz physischer Distanz trotzdem soziale Nähe zu schaffen. Das Gesprächsangebot der Telefonengel richtet sich nach den Bedürfnissen der Anrufenden: lockere oder ernste Themen oder eine Verabredung zum regelmäßigen Schwätzchen.

Initiative GemEinsamkeit

Die Initiative GemEinsamkeit ist eine gemeinnützige Bewegung von Organisationen und Akteur*innen, die sich aus der Zivilgesellschaft heraus für eine koordinierte und sektorübergreifende Bearbeitung der Themen Einsamkeit und Soziale Isolation in Deutschland einsetzt.

Radeln ohne Alter

Radeln ohne Alter ist ein Verein mit Sitz in Bonn. Unter dem Motto „Jeder hat das Recht auf Wind in den Haaren“ bietet der Verein Senior*innen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität, ehrenamtliche Rikscha-Fahrten an. Das Angebot besteht bundesweit an 80 Standorten.

nebenan.de

nebenan.de ist Deutschlands größtes soziales Netzwerk für Nachbar*innen. Über die kostenlose digitale Plattform können sich Nachbar*innen kennenlernen, helfen, zu Aktivitäten verabreden, Dinge teilen und verschenken. Alle Nutzer*innen sind adressverifiziert, treten mit Klarnamen auf und wohnen ca. 10 Gehminuten voneinander entfernt. Bei nebenan.de gibt es keine Werbung, die auf der Auswertung bestimmter persönlicher Vorlieben und Interessen der Nutzer*innen beruht. Außerdem ist nebenan.de ISICO zertifiziert und TÜV-geprüft.

DIGITALE TEILHABE

Wege aus der Einsamkeit e.V.

Im Verein Wege aus der Einsamkeit e.V. (W.a.d.E.), der 2007 gegründet wurde, dreht sich alles um das Alter und ein positiveres Bild davon.
Die Digitalisierung und die Teilhabe der Menschen 65+ in der digitalen Welt sind seit acht Jahren die TOP-Themen in der Arbeit des Vereins. Das Ziel ist es dabei, eine digitale Spaltung zwischen Jung und Alt, Arm und Reich und Zuhause und Altenheim zu verhindern.
Wege aus der Einsamkeit bietet digital und analog (in Hamburg und Berlin ) kostenfeie Gesprächsrunden an, wie zum Thema „Das 1×1 der Tablets und Smartphones für Menschen 65+“.
Sobald es Corona wieder zulässt werden auch analogen Treffen ohne Digitalisierung in Hamburg und Berlin stattfinden. Weitere Informationen finden Sie auf der Vereinsseite: www.wegeausdereinsamkeit.de

Digitaler Engel

Digitaler Engel: DABEI SEIN! ONLINE IM ALTER.
Online Reisen buchen, mit den Enkeln online in Kontakt bleiben oder das eigene Zuhause zum Smart Home umrüsten: Das mobile Ratgeberteam von Deutschland sicher im Netz e.V. bietet Hilfe bei konkreten Fragen rund um die Digitalisierung. Der Digitale Engel vermittelt älteren Menschen praxisnah, persönlich und vor Ort, wie die täglichen Abläufe und Gewohnheiten durch digitale Anwendungen bereichert und erleichtert werden können. Hierfür fährt der Digitale Engel mit einem Infomobil durch die ländlichen Regionen Deutschlands.

Digital-Kompass

Der Digital-Kompass stellt kostenfreie Angebote für Senioren rund um Internet und Co. bereit. An deutschlandweit 100 Standorten unterstützen Internetlotsen ältere Menschen dabei digitale Angebote selber auszuprobieren. Der Digital-Kompass ist ein Treffpunkt für persönlichen Austausch, für Schulungen vor Ort und online und um Materialien zu erhalten.

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Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.  Kompetenznetz Einsamkeit

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