4. September 2026 Theresa_Admin

YOGAHILFT

Wir verwandeln Lebenswelten in Orte sozialer Verbundenheit

Einsamkeit entsteht dort, wo Menschen von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen sind oder aufgrund ihrer Lebenssituation kaum Möglichkeiten haben, neue Beziehungen aufzubauen. Es braucht verlässliche Orte, an denen Menschen Zugehörigkeit erleben können. Hier setzt das Programm YOGAHILFT des gemeinnützigen Vereins Yoga für alle e.V., gegründet 2014 in Hamburg, an.

Zielgruppen und Reichweite

Yoga für alle e.V. hat mit YOGAHILFT ein bundesweites evidenzbasiertes Implementierungsmodell für soziale Gesundheitsförderung und Teilhabe entwickelt. YOGAHILFT schafft keine neuen Begegnungsorte – sondern macht bestehende Lebenswelten zu Orten sozialer Verbundenheit. Das Programm wird dort umgesetzt, wo Menschen leben, betreut oder unterrichtet werden, zum Beispiel: an KESS-1-Grundschulen, in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, im Betreuten Wohnen, in Tagesförderstätten, Strafvollzugsanstalten, Nachbarschafts-Treffs.

Seit 2016 werden YOGAHILFT-Gruppen von Yoga für alle e.V. gemeinsam mit mittlerweile 64 Kooperationspartner*innen aufgebaut und begleitet. Diakonie, Caritas, Assistenz Alsterdorf Ost, Special Olympics Hamburg, AWO-Service- Wohnen, 3 Baugenossenschaften und 7 Schulen in Stadtteilen mit Multiproblemlage vertrauen auf YOGAHILFT. Die erste Gruppe, gestartet 2016 mit Nussknacker e.V. in Hamburg, besteht bis heute.

Aktuell unterrichten 70 YOGAHILFT-Lehrende mehr als 100 Gruppen in Hamburg, München, Köln. Eine Schule in Magdeburg startet Anfang 2027. 1.200 Menschen im Alter von sechs bis über 96+ Jahren nehmen jede Woche teil.

Finanzierung

Finanziert wird Yoga für alle e.V. (4 Hauptamtliche) durch öffentliche Fördermittel, Prävention in Lebenswelten nach §20a SBV/Securvita Krankenkasse, Stiftungen, Spenden sowie Kostenbeiträge der beteiligten Träger und Einrichtungen.

Mission YOGAHILT

Ziel ist es, Teilhabe, Gesundheit, Chancengerechtigkeit und Integration zu fördern. Das Programm richtet sich an Menschen, die aufgrund von Alter, Armut, Behinderung, psychischer Belastung, Fluchterfahrung, Inhaftierung oder anderen sozialen Benachteiligungen ein signifikant erhöhtes Risiko für Einsamkeit haben. Die regelmäßigen Gruppenangebote und das gemeinsame Yoga schaffen einen geschützten Raum, in dem Vertrauen, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft entstehen können. Entscheidend für den Erfolg sind langfristige Zusammenarbeit mit den Einrichtungen, Kontinuität und eine feste Verankerung im Alltag der Teilnehmenden.

Wirkungsmessung

Die Wirkung von YOGAHILFT wird kontinuierlich evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass das Programm weit über Gesundheitsförderung hinauswirkt: 40 Prozent der Teilnehmenden geben an, sich seit Beginn ihrer Teilnahme weniger einsam zu fühlen. 46 Prozent haben durch YOGAHILFT neue soziale Kontakte gefunden. Fachkräfte berichten außerdem von mehr gegenseitiger Unterstützung, stärkerem Zusammenhalt innerhalb der Gruppen und einer aktiveren Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben. Damit leistet YOGAHILFT einen nachweisbaren Beitrag zur Verringerung von Einsamkeit.

Herausforderungen

Die größte Herausforderung besteht darin, langfristig wirksame Strukturen dauerhaft zu finanzieren. Denn soziale Verbundenheit entsteht nicht durch Einzelveranstaltungen, sondern durch Verlässlichkeit, Wiederholung und Vertrauen. Das seit 2016 erprobte Implementierungsmodell hat sich in unterschiedlichen Lebenswelten bewährt und lässt sich auf vielfältige Zielgruppen übertragen. Es zeigt, wie Gesundheitsförderung zugleich soziale Verbundenheit stärken und Einsamkeit wirksam verringern kann.

Kontakt

Yoga für alle e.V.

Cornelia Brammen

Fruchtallee 19a

20259 Hamburg

mobil: 0163-7080914

vorstand@yogahilft.com

www.yogahilft.com

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Kompetenznetz Einsamkeit am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. 

info (at) kompetenznetz-einsamkeit.de

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